Tag 9 - Zittern vor den Roten

Kurzetappe 1: Wer hat denn da an der Uhr gedreht?

Der Wecker klingelt früh und es fühlt sich gar nicht so an, als ob wir geschlafen hätten. Aber wir wollen die Ersten an der russischen Grenze in Kirkenes sein. Und so geht es Ruck Zuck ins Auto. Miina können wir leider nicht mehr persönlich verabschieden, dafür ist es zu früh. Aber wir haben ja unsere Kontaktdaten ausgetauscht. Und falls uns etwas in Russland passiert, dürfen wir sie anrufen.
An der russischen Grenze sind wir fast die Ersten - vor uns stehen zwei russische Reisebusse voll (Achtung Wortwitz) mit Russen. Wir sind zwar super pünktlich, aber irgendwie bleibt das Tor verschlossen. Und dann fällt es uns plötzlich wie Schuppen von den Augen, auf der kurzen Strecke nach Kirkenes haben wir die Zeitzone übersehen und sind eine Stunde zu früh. Also heißt es Bibbern und Zittern vor Kälte und Anspannung. Dann geht es los: Die russischen Grenzbeamte verstehen wirklich keinen Spaß. Pässe und Visum wurden genauestens kontrolliert und studiert. Bei der temporären Einreiseanmeldung unseres G'Oldies mussten jegliche Änderungen in unserem vorausgefüllten Formular mit einem weiteren Formular schriftlich bestätigt werden. Nachdem also der bürokratische Teil der Einreise erledigt war, folgte der anstrengende Teil. Wir wurden auseinander genommen und Guido durfte tatsächlich das ganze Auto auspacken. Frede, der Passagier, musste leider abseits warten und konnte somit nur zusehen. Als der Grenzbeamte dann unsere grüne Bundeswehrbox auf der Rückbank entdeckt hatte, bekam er direkt Schnappatmung. Nach viel Erklären mit Händen und Füßen konnte Guido ihn dann überzeugen, dass es sich wirklich nur um Campinggaskartuschen handelt. Doch auch die Reiseapotheke wurde genauestens studiert: Da homöopathische Arnica-Globuli scheinbar noch nicht bis nach Russland vorgedrungen sind, bekam er auch hier Schnappatmung. Doch Guido konnte ihn abermals davon überzeugen, dass es sich hierbei um keine Drogen oder gar Sprengstoffkügelchen handelt.

Kurzetappe 2: Posen like Lenin

JUCHU-wir alle haben die Grenze geschafft und sind tatsächlich in Russland. Auf der Buckelpiste geht es zunächst nach Murmansk, doch Russland präsentiert sich bis dahin nicht gerade von seiner schönsten Seite. Einerseits eine wunderschöne Landschaft sind wir aber doch entsetzt über den allgemeinen Zustand der Städte, Infrastruktur und Lebenshaltung. Doch die Hälfte derer denen wir begegnen, begrüßen uns herzlich und zeigen große Hilfsbereitschaft. Und so schaffen wir es in Murmansk in einem russischen Kafe einen Caffee Americano und zwei Stück Quiche zum Mitnehmen zu bestellen.  Vor lauter "Sbassibo" muss die Bäckereiverkäuferin richtig lachen und schenkt uns noch drei russische selbstgebackene Plätzchen. Und sogar eine SIM-Karte können wir und alle anderen Teams im Supermarkt um die Ecke ergattern. Jetzt gibt es unbeschränktes Datenvolumen für 7€ - das sollte mal jemand der Deutschen Telekom erzählen. Die Tagesaufgabe (Finde den ersten russischen nuklearen Eisbrecher) und auch eine weitere Sonderaufgabe - Posing a lá Lenin vor dessen Statue- ist geschafft. Jetzt geht es weiter Richtung Kandalaksha.

Kurzetappe 3: Wild Camping - leider Fehlanzeige

Heute sind wir leider nicht mutig, denn wir entschließen uns nochmal in einem Motel unterzukommen. Nachdem die ganze Anspannung von der Einreise abgefallen und die Aufgaben alle erledigt sind, sind wir so unglaublich müde, dass wir kaum noch die Augen offen halten können. Und aus Sicherheitsgründen freuen wir uns daher auf ein Zimmer im Hostel abseits der Innenstadt von Kandalaksha. Spokoynoy nochi!

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