Tag 6 - Die fröhlichen Fjord-Ford-Flitzer


Kurzetappe 1: Mit Hugin und Munin auf der Schulter in Tromsø

Heute gibt es Abwechslung auf unserem Speiseplan: Zum ersten Mal wird sich bei Kaffee und Müsli gestärkt. Das gibt Kraft für den Tag. Wir haben uns ein wenig Zeit erfahren und beschließen, uns in Tromsø noch ein wenig umzuschauen, bevor es Richtung Nordkapp geht. Zunächst peilen wir die örtliche Grundschule inkl. Fußballplatz an. Lauter Kinder in kunterbunten Regenmänteln begrüßen uns fröhlich aber auch irritiert: Wer sind die und warum fahren die so ein komisches Auto? Wir sprechen eine Lehrerin an, ob Sie und die Kinder uns bei unserer heutigen Tagesaufgabe unterstützen wollen: Team Avilius holt die EM nach Norwegen und tritt gegen das Team-Tromsø an. Doch leider dürfen wir die Kiddis nicht fotografieren, also muss eine Lehrerin her halten und geht für Norwegen ins Tor. Nach einigen Elf-Meter-Schüssen einigen wir uns auf unentschieden und fahren weiter Richtung Innenstadt.
Und wie der Zufall es so will, erledigen wir dort eine weitere Sonderaufgabe gemeinsam mit Ladenmanagerin Monica Indianna Hay. Übrigens die einzige Frau auf der Welt mit genau diesem Namen, wie sie uns stolz erklärt. Was genau wir zusammen mit Indianna geschafft haben, dazu in den nächsten Tagen mehr :)
Ganz im Sinne des Wahrzeichens Tromsø, die Begleit- und Helferraben Hugin und Munin für weite Wanderungen, setzen wir unsere Rallye nun fort.

Kurzetappe 2: Alta Schwede, nein Alta Norweger 

Gut das wir den Lötbrenner eingepackt haben. Denn auf der ersten heutigen Zwischenetappe von Tromsø nach Alta begegnen wir Team 113 "Sugar" mit ihrem Fiat Dukato. Stoßdämpfer samt Blech am rechten Hinterrad lagen abgerissen neben dem Auto. Wir versuchen zu helfen und spenden unseren Lötbrenner mit dem ein Stück Plastik von einem umherliegenden Kanister in die offene Stelle reingebastelt wird. Von unterwegs erhalten wir später die Nachricht, dass der Wagen läuft. Wir drücken weiterhin die Daumen, dass wir uns inkl. Auto im Ziel in Hamburg wiedersehen.

Kurzetappe 3: Durch die nasse Wüste des Nordens

Heute zieht sich die Strecke ganz schön! Umso fröhlicher sind wir als wir endlich Alta erreichen. Dort verschwenden wir keine Zeit und düsen weiter gen Norden, das Nordkapp im Visier. Auch auf dieser Etappe jagt ein Fjord das Nächste und auch ausreichend Baustellen halten die Norweger wieder für uns parat. Ist es da wohl Zufall, dass wir genau dort auf ein Schild treffen: Hotel in 8km? Doch mit voller Thermoskanne Kaffee fahren wir weiter, und dann der Schock: Mjölk i Bil!! Beim nächsten Stop wurden also erstmal Fußmatte und Co unter frischem Bergquellwasser ausgewaschen. Mit der sauberen aber dafür klitschnassen Fußmatte auf dem Dach ging es dann wieder zurück auf die Piste. Unterwegs grüßten uns die Schafe und die Rentiere.

Kurzetappe 4: Magnus, der Angler

Auf der E6 kann unser G'Oldie wieder zeigen was er kann. Bei 588Meter über Meeresspiegel umfahren wir die Berge bei Sennalandet. Oben angekommen haben wir eine Aussicht so weit das Auge reicht. Nach ein paar wunderschönen Aufnahmen fahren wir weiter. Von der E6 auf die E69 legen wir nochmal eine kleine Verschnaufpause ein und treffen auf Angler Magnus. Er ist gebürtiger Norweger und macht gerade eine Woche Angelurlaub. Dieses Mal allein, sonst aber auch gemeinsam mit seinem Sohn: "Eigentlich wollte ich ihn überreden mitzukommen. Damit er einmal abschalten kann von seinem Hausbau. Ganz ohne Handy oder sonstigem Kontakt zur Außenwelt weg vom üblichen Alltagsstress." Wir erzählen Magna, wie beeindruckt wir von der Natur und Vegetation in Norwegen sind. Er lächelt und stimmt uns zu, erzählt uns aber auch, dass man bereits erlebt, wie sehr sich die Natur durch den Menschen negativ verändert hat. Der Schnee ist nicht mehr weiß sondern leicht gelb durch mitgeschlepptem Saharasand und auch die Gletscher schmelzen immer mehr. Mit gemischtem Bauchgefühl fahren wir weiter, einerseits froh darüber Magnus kennengelernt zu haben und andererseits traurig, dass wir selber diese wunderschöne Natur zerstören.

Kurzetappe 5: Nordkapp, wir kommen!

Vorbei am Virošgletscher peilen wir Honningsvåg an. Unterwegs machen wir zweimal stop: Guido versucht Ziegen zu fangen, um vielleicht doch noch eine weitere Sonderaufgabe zu erledigen. Beim zweiten Versuch kriegt er zwar das Hinterbein des schwarzen Lämmchens zu fassen, aber irgendwie haut es dann doch unter der Leitplanke hindurch ab. Tja, heute gibt es dann wohl keine Ziege am Steuer unseres G'Oldies. 
Auf der letzten Strecke von Honningsvåg zum Nordkap wird unser G'Oldie dann wieder auf die Probe gestellt. Durch einen 8km langen Tunnel mit 10% Steigung und einem Pass quer über die Bergkette mit gleicher Steigung kämpfen wir uns durch. Doch nicht nur die Straße ist eine Herausforderung, sondern auch die Kamikaze Busfahrer, die uns mit einer Geschwindigkeit überholen oder entgegenkommen, dass wir manchmal einfach nur die Augen zukneifen und hoffen, dass nichts passiert.
Oben angekommen werden wir zwar leider von grauem Nieselwetter und steifer Brise begrüßt, aber das ist uns egal: Wir sind unglaublich stolz, es bis hierhin geschafft zu haben. Das Foto vor dem Globus ist hier natürlich Pflichtprogramm. Doch wir lassen es uns nicht nehmen, unseren G'Oldie auch vor dem Denkmal der Kinder der Welt zu positionieren.  Das Denkmal der Kinder der Welt am Nordkap wurde von sieben Kindern aus verschiedenen Teilen der Welt gestaltet und 1989 errichtet. Es wurde von 7 Kindern aus verschiedenen Kontinenten gestaltet und 1989 errichtet. Es symbolisiert Freundschaft, Frieden und Zusammenarbeit auf der ganzen Welt. 

Kurzetappe 6: Da steht ein Rentier am Zelt

Vorbei an Honningsvåg, Repvåg, und dem Smørfjord geht es also auf gleichem Weg wieder zurück. Am Kistrand schlagen wir dann unser Zelt auf. Um dieses Mal die lästigen Mücken zu verjagen, schaffen wir es trotz Müdigkeit noch, ein Lagerfeuer zu machen. Das vertreibt erfolgreich die surrenden Plagegeister, aber lädt vier Rentiere ein, mal am Zelt vorbei zu kommen. Verblüfft über den tierischen Besuch und mit Blick auf den großen Porsangerfjorden schlafen wir eingemummelt in unserem Schlafsack ein.

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