Tag 3 - Auf der Schotterpiste bis nach Östersund

Kurzetappe 1: Auf Wiedersehen Elvis und Willkommen Nessie

Und wieder haben wir eine weitere Nacht in der Natur geschafft. Wir sind zufrieden und wohlauf und müssen lachend feststellen, es hat sich bereits Routine eingestellt. Zunächst beginnt das gemeinsame Kaffeekochen und dann wird das Zelt mit Schlafsäcken im Auto verstaut. Es folgt die Morgentoilette:  Da nutzt man - in unserem Fall wohl eher Frau - direkt die Chance zum Haare waschen, denn wer weiß, wann wir wieder ein normales Badezimmer zu Gesicht bekommen.
Zum Abschluss verabschieden wir uns von Pfarrer Hans-Eric und bedanken uns nochmal für seine Gastfreundschaft. Und plötzlich zückt er noch ein kleines Abschiedsgeschenk hinter dem Rücken hervor: Ein Album mit Elvis Greatest Hits gespielt und gesungen von ihm, seiner Frau und seinen Kindern. Tja' 78 war der CD Player noch nicht erfunden - und da Pfarrer Hans-Eric seine Elvissongs nicht mal eben im passenden G'Oldie Kassettenformat parat hat, versprechen wir - Achtung Wortwitz - hoch und heilig in die CD nach unserer Rückkehr reinzuhören.

Kurzetappe 2: Go G'Oldie Go

Heute heißt es also, Strecke machen. Wir machen uns auf den 650km langen Weg nach Östersund. Und neben einer neuen Tagesaufgabe überraschen uns heute die Schweden mit einer weiteren Herausforderung: Plötzliche Vollsperrung auf der Landstraße. Jetzt zeigt sich die Rallye von ihrer wahren Seite. Wir fahren ca. 50km Offroad durch den Wald in Venja. Vor lauter kraterartigen Schlaglöchern und meterlangen Spurrillen bekommt der Fahrer rote Panikflecken im Gesicht und der G'Oldie zeitweise Schnappatmung. Nachdem wir insgesamt zweimal auf einen Stein aufgesetzt haben, gab es zum Glück Entwarnung: Zwar hat unser Schätzchen zwei mächtige Kerben an beiden hinteren Dreieckslenkern (für alle, denen das nichts sagt: Ein Bauteil an der Einzelradfederung), aber die Rallye müssen wir deswegen nicht vorzeitig beenden.
Zurück auf der Landstraße grüßt uns in Östnar eine echte Elchkuh am Waldesrand und wir schaffen es sogar auf 692Meter über Meeresspiegel. 

Kurzetappe 3: Mit dem Mückenstich am Po sind wir nun K.O.

Was lange währt, wird endlich gut. Um zehn Uhr abends haben wir endlich einen wunderschönen Schlafplatz gefunden. Am Störsjön, den fünftgrößten See Schwedens, schlagen wir unser Zelt auf. Storsjöodjuret - das schwedische Nessie - will uns zwar leider nicht begrüßen, doch dafür erwartet uns bereits der Angriff der Killermücken. Kaum ging die Autotür auf, heißt es: "Schatz, wo haben wir denn nur das Nobite hingepackt?" Als zwei wandelnde Chemiewolken konnten wir dann also in Ruhe das Essen vorbereiten. Aber von wegen, kaum stand der Hühnernudeltopf auf dem Kocher, setzten Wind und Regen ein. Team GinTourismo sah es positiv: "Wind und Regen vertreiben die Mücken." Mit heißem Hühnernudeltopf im Bauch ging es dann in den Schlafsack. Gute Nacht Schweden, morgen geht es weiter!

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